Hoverboard Straßenzulassung in Deutschland


 

Bereits im Jahre 2016 wurden die ersten Beiträge im Internet bekannt, dass es eine Hoverboard Straßenzulassung nicht gibt. Kurze Zeit später wurden die ersten Nachrichten veröffentlich, dass Hoverboard Nutzer im öffentliche Straßenverkehr zu einem Bußgeld verurteilt worden sind. Mittlerweile ist es ein Jahr her, seit dem die selbstbalancierenden Elektroroller auf dem deutschen Markt für aufsehen gesorgt haben und die Nachfrage scheint weiterhin nicht zu sinken. Deshalb möchten wir in diesem Beitrag auf die Frage eingehen, ob es für einen sogenannten Self Balance Scooter eine Sonderregelung in Form einer Hoverboard Straßenzulassung gibt und was die folgend vom unerlaubten Fahren sein können.

Gibt es eine Hoverboard Straßenzulassung?

Fakt ist, dass es mittlerweile Hoverboards gibt, die die Voraussetzungen für eine Straßenzulassung mitbringen. Der Ninebot Mini wird mittlerweile in einer „Street“ Version ausgeliefert, der alle Anforderungen der Straßenverkehrsordnung erfüllt und somit mit einem öffentlichen Kennzeichen gefahren werden kann. Der Vorteil ist, dass Sie sich somit den Ärger mit den Behörden sparen können und den Elektro-Scooter im öffentlichen Verkehr uneingeschränkt nutzen dürfen.

Hoverboard ohne Straßenzulassung

Allerdings sind bei weitem nicht alle Hoverboards auf dem Straßenverkehr zugelassen, da den E-Boards die nötigen Beleuchtungen und die Nummernschildhalter fehlen. Da die mit Elektromotoren ausgestatteten Boards eine maximal Geschwindigkeit von bis zu 15 km/h erreichen, müssen sie im Regelfall pflichtversichert werden.

Der ADAC weist auf die folgenden Punkte hin:

  • Die Fahrzeuge halten die Zulassungsvorschriften über Sitz, Lenkung, Bremsen, Leuchten usw. nicht ein und dürfen somit nicht am öffentlichen Verkehr bewegt werden. Ansonsten droht eine Geldbuße und 1 Punkt.
  • Die Elektro-Boards müssen pflichtversichert werden. Allerdings gibt es solch eine Versicherung noch nicht. Schäden, die mit dem Hoverboard verursacht werden, sind nicht Haftpflichtversichert. Der Fahrer muss daher bei Schäden aus der eigenen Tasche zahlen.
  • Außerdem benötigt man für den Betrieb eines Hoverboards eine Fahrerlaubnis. Jedoch gibt es für den Self Balance Scooter noch keine zugeordnete Fahrerlaubnisklasse. Wer also die Boards benutzt, fährt das Gerät ohne Fahrerlaubnis und macht sich somit strafbar.